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Pferde und Esel
Pferde
Vor knapp 60 Millionen Jahren entstand in den dichten Wäldern Nordamerikas eine neue Art die ersten Pferde waren kaum größer als Hunde. Erst viel später ähnelten sie dem modernen Pferd und wanderten über die Landverbindung nach Asien, von wo aus sie ihren Siegeszug um die Welt antraten.
Vor rund 5.500 Jahren begann der Mensch, Pferde zu fangen und zu zähmen. Millionen von Pferden werden heute von Menschen als Haustiere gehalten, aber ihre wilden Vorfahren und viele der gezüchteten Pferderassen sind vom Aussterben bedroht.
Die Exmoor-Ur-Ponys zum Beispiel, die mit ihren hellen Augenringen, dem weißen Mehlmaul, dem kompakten Körperbau und dem mächtigen Schweif den europäischen Wildpferden zum Verwechseln ähnlich sehen, sind in ihrem Bestand ernsthaft gefährdet. Tatsächlich handelt es sich wohl um eine der wenigen, wenn nicht die einzige europäische Pferderasse, die sich seit der Eiszeit als wildlebendes Pferd unverändert erhalten hat. Im Exmoor, einem wilden Landstrich in England, leben noch einige Herden halbwild. Die Exmoor-Pferde in der Arche Warder stammen dorther. Durch Zucht soll diese wertvolle Tierpopulation erhalten werden, als wertvoller Genpool aber auch als lebende Repräsentanten der Wildpferde Europas.
Insgesamt werden in der Arche Warder acht Pferderassen gehalten: Alt-Oldenburger, Schleswiger, Brabanter, Konik, Tarpane, Posavina, Exmoor, Shetland.
Esel
Archäologen haben herausgefunden, dass Esel etwa im 4. Jahrtausend v. Chr. im Nildelta domestiziert wurden. Frei lebende Wildesel gibt es heute nur noch in Nordost-Afrika. Aufgrund ihrer Art-Verwandtschaft konnten Pferd und Esel gekreuzt werden. Die Nachkommen Maultiere oder Maulesel sind jedoch fast ausnahmslos unfruchtbar.
Bis zum Beginn der Industrialisierung spielten Esel als Zug- und Lasttiere eine große Rolle. Sie haben sich dort halten können, wo sie nicht mit dem Kraftfahrzeug konkurrieren mussten und andererseits dem Pferd überlegen sind, weil sie billiger, anspruchsloser oder in speziellen Situationen fähiger als diese sind.
Esel werden gern als dumm oder störrisch bezeichnet. In Wirklichkeit sind sie nicht stur, sondern nur vorsichtig, denken erst nach, bevor sie etwas machen. Sie sind mutig, neugierig, ausdauernd und intelligent Eigenschaften, die ihre wilden Vorfahren brauchten, um in kargen Steppen und Halbwüsten zu überleben.
In der Arche Warder leben bulgarische und mazedonische Zwergesel und eine kleine Herde der braunen, zotteligen und recht auffälligen Poitou-Riesenesel. Letztere kommen aus Frankreich und gehören mit nur rund 200 Herdbuchtieren zu einer hoch-gefährdeten Rasse.
Landwirtschaftliche Nutztiere / Kleinsäuger / Geflügel
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